Astrid-Lindgren-Schule Borken

Astrid-Lindgren-Schule Borken
Bauherr Stadt Borken
VOF Verfahren 2016, Zuschlag
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Mit der Entscheidung zur Zusammenlegung der Pröbstingschule Hoxfeld und der Astrid-Lindgren-Schule entsteht die Notwendigkeit die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen in der Astrid-Lindgren-Schule in Borken-Burlo hierfür zu schaffen. Das Raumprogramm soll sowohl Grundlage für die Astrid-Lindgren-Grundschule als auch für die zukünftigen Planungen an den städtischen Grundschulen der Region sein.

In diesem Sinne soll auch das planerische Vorgehen (unter Zugrundelegung einer Priorisierung in der Schaffung von zusätzlichen Flächen) bei den zukünftigen Projekten der städtischen Grundschulen prinzipiell jeweils das gleiche sein. Die Priorisierung  in der Schaffung von zusätzlichen Flächen wird vor dem Hintergrund ggf. notwendiger Sanierungen, oder z.B. der Notwendigkeit einer Realisierung der Maßnahme im laufenden Schulbetrieb, etc. geprüft. So würde z.B. eine Aufstockung die ggf. notwendige Fortführung des Unterrichts in den darunter liegenden Geschossen ausschließen. In diesem Fall wäre ein Anbau die sinnvollere Lösung.
Das prinzipiell immer gleiche Vorgehen (Bestandserfassung und die Priorisierung in der Schaffung von zusätzlichen Flächen) führen zu einem optimalen Ergebnis an den jeweiligen Standorten.
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1. Priorität in der Schaffung von zusätzlichen Flächen: Nachverdichtung im Bestand. Es sollen ungenutzte Raumkapazitäten (z.B. ungenutzte Speicher oder Kellerräume) für eine zukünftige Nutzung erschlossen werden.

2. Priorität: Anbau
Die Möglichkeiten eines Erweiterungsbaus (Anbau oder Aufstockung), der z.B. vorhandene Erschließungen, Aufzüge, etc. mit nutzt, müssen geprüft werden.
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3. Priorität: Neubau
Die zur Verfügung stehenden Flächen auf dem Schulgrundstück müssen für einen eventuellen Neubau geprüft werden.

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Astrid-Lindgren-Grundschule, Burlo
Energetische Sanierung: Im Zuge des Erweiterungsbaus wird bei dem Anbau aus den 1970er Jahren eine energetische Sanierung durchgeführt. Die energetische Sanierung umfasst eine Außendämmung der Fassade mittels eines Wärmedämmverbundsystems mit farbiger Putzoberfläche (wobei das vorhandene Farbkonzept Berücksichtigung finden wird).
Die Erneuerung von Fenstern (Wärmeschutzfenster aus Aluminium) und Außentüren (Stahlrahmentüren) nach den gültigen energetischen Anforderungen wird vorgeschlagen.
Im Zuge der Fassadensanierung werden ebenfalls die Erneuerung der Dämmung und Abdichtung der Flachdächer realisiert.
Vor Realisierung des WDVS muss in Teilen eine Betoninstandsetzung der schulhofseitigen Stahlbeton – Fensterstürze erfolgen. 
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Nachverdichtung im Bestand
Als neuer hervorragend geeigneter Standort für das Lehrerzimmer wird der leer stehende Speicher des Hauptgebäudes genutzt. Es wird eine Zwischensparrendämmung und Verkleidung der Sparren mit einer in Teilen schallabsorbierenden GK Schale und ein neuer Holzfußboden, mit entsprechender Trittschalldämmung, realisiert.
Eine großzügige Verglasung über neue Dachgauben nach Norden sorgt für genügend Belichtungs- und Belüftungsfläche des Lehrerzimmers ohne Probleme mit Überhitzung im Sommer zu schaffen. Die PVA auf der südlichen Dachhälfte verbleibt an ihrem Standort.
Auf dem Anbau könnte eine Dachterrasse realisiert werden, die über die neuen bodentiefen Dachgauben vom Lehrerzimmer aus erschlossen werden könnte (ebenfalls 2. Rettungsweg für das Lehrerzimmer durch Anleitern der Feuerwehr).