:Chemtec Wesseling

:Chemtec Wesseling
Bauherr Stadt Wesseling
Wettbewerb 2008
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Der „:Chem-Tech-Kubus“, das Herzstück der drei :Chemtech-Gebäude, als prominenter Kubus am Rhein nördlich der Rutmanns Wiese, ist das neue Pendant zur alten St. Germanius-Kirche. Von hier besteht Sicht-Bezug zu allen drei Chemie-Werken, dem Rhein, der Stadt und den „Hot- Spots“. Gegenüber, jenseits der Wiese, an der Verlängerung der Fußgänger- Achse wird das „:Chemtech-Info“ vorgeschlagen. Im Park, als Überbauung des Ruder-Klubs, wird die dritte Einrichtung positioniert, seiner Situation entsprechend, das „Bio-:Chemtech“.
Alle drei sind mit besonderer Ausrichtung zum Rhein und mit verwandtem Erscheinungsbild vorgesehen.Funktionales / Räumliches Konzept:
Der „:Chemtech-Kubus“ ist aus zwei grundsätzlichen Raumelementen aufgebaut:
Zur Orientierung nach außen und zugleich auch zu Wechselausstellungen dienen die gläsernen Langhallen, die sich geschossweise spiralartig nach oben entwickeln, jeweils mit zweigeschossigen Überlagerungen an den Ecken.
Die Aussichtspositionen wechseln jeweils und haben nacheinander die wichtigsten Chemtech-Ziele im Visier: Den Rhein, die südlichen Werke, die Stadt Wesseling, die nördlichen Werke.
Jeder Langhalle ist ein introvertierter Ausstellungsbereich zugeordnet. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem ständigen Chemtech-Programm, das frei um den Kern gestaltbar ist. Diese Zonen sollten offen für alle (auch zukünftige) Ausstellungssysteme sein. Daher sind dort außer dem Kern, der Trennwand zu den Langhallen und deren gegenüberliegende Außenwand keinerlei festgelegte Einbauten vorgesehen.
Eingangshalle, Forum und die Cafeteria bilden im Erdgeschoss ein räumliches Kontinuum.
Im Souterrain sind die beiden Laborräume positioniert, der offene, mit räumlicher Beziehung zum Forum und der geschlossene, separat daneben.
Der stadtseitige Vorplatz ist gegliedert in einen äußeren Bereich, vor allem als Busvorfahrt und die nachbarliche Biergartenerschließung. Von dort führt aber auch eine gedeckte Rampe hinunter zur optionalen Tiefgarage.
Der unmittelbar vorgelagerte Freiraum wird definiert durch eine Sockelebene, die Chemtech nach außen ankündigt, und zugleich Podest für „Anlock-Exponate“ ist.
Zum Vorplatz wird über eine der typischen Treppen vom Rhein hin geführt und direkt aus der Innenstadt-Fußgängerzone über den Brückensteg.
Zum Rhein hin entsteht durch Zurücknahme der Sockelmauer und die Veränderung der Flusskontur vor dem :Chemtech-Kubus ein Uferplatz, der durch eine Reihe der oben beschriebenen glühenden Leuchtstelen begenzt wird. Durch diese Reihung wird der Besonderheit dieser „Hotspot“-Situation Rechnung getragen.„:Chemtech-Info“ ist die stadtseitige Außenstelle. Hier könnte über alles, was im weitesten Sinne mit Chemtech zu tun hat, informiert werden, Veranstaltungs-Karten gekauft und Termine organisiert werden. Dieses Gebäude sollte außerdem noch die Büros und auszulagernde Lagerflächen aufnehmen.Das „Bio-:Chemtech“ soll eine eigenständige Zweckbestimmung haben, entweder mit Natur-Orientierung, gastronomischem Inhalt oder als ausgegliederte Einrichtung, in der besondere Forschungssymposien oder ähnliches stattfinden könnten.Allen drei :Chemtech-Einrichtungen sind geprägt durch ein kubisches Erscheinungsbild.
Im Wesentlichen sind es einerseits großzügige Glasflächen, die jeweils eine besondere Außenorientierung verdeutlichen. Zum anderen ist es die „:Chemtech-Fassade“, die die introvertierten Räume umschließt. Diese besondere Fassade sollte eine zweite, veränderbare Haut sein, die gleichermaßen Sonnenschutz, geschlossenen Wänden vorgelagerte, transluzente Schicht, oder semitransparenter Filter sein kann wie auch Durchsichtigkeit ermöglicht. Zusammengefügt wäre diese Haut aus Vertikal-Lamellen, ggfs. auch farbigen Chemieprodukten (z.B. Policarbonat), die zudem teilweise mit Photovoltaik-Funktionen ergänzt könnten und so Information über die auch ökologische Vielfalt der Einsatz-Möglichkeiten von Chemie im Bauwesen geben würden.

Die drei :Chemtech-Bauten bzw .-Institutionen, verteilt an ihren Orten am „Wesselinger Ufer“  verdeutlichen in prägnanter Weise das Besondere dieser Stadt.